Bootstrap & TYPO3 im Produktiveinsatz: Vor & Nachteile

23.10.2014 Bild

Das Twitter Bootstrap Framework ist derzeit eines der etabliertestens Frameworks für Frontend Developer. Mit der TYPO3 Version 6.2 LTS hält das Framework auch Einzug in diverse Theme-Packages von TYPO3, was zum einen die technische Umsetzung von Websites erleichtert, zum anderen für einen sauberen Code verantwortlich ist.

Die Herangehensweise bleibt für jedes Projekt unterschiedlich. Ob man ein fertiges Bootstrap-Package für TYPO3 nimmt und das Layout anpasst, oder ob man sich ein eigenes Bootstrap-Setup einrichtet, ist jedem selbst überlassen. Die Basis bleibt jedoch immer die selbe, das Bootstrap-Framework von Twitter.

Hinsichtlich Performance macht es auf jeden Fall Sinn sich ein Custom-Setup einzurichten und sich grundlegend mit dem Thema „Development Setup“ auseinander zu setzen. Denn generell gilt: was nicht verwendet wird sollte nicht eingebunden werden, was bereits vorhanden ist, sollte wiederverwendet werden. Es ist in vielen Fällen nicht notwendig das Rad neu zu erfinden. Es bietet sich an die Funktionalitäten, welche in Bootstrap und dem Bootstrap-Package für TYPO3 bereits enthalten sind, zu verwenden. Das Bootstrap-Package von TYPO3 beispielsweise bietet eigene Content-Elemente für Galleries, Accordions oder Carousels, die bei der Projektumsetzung herangezogen werden können.

Vorteile von Bootstrap

  • Durch Aufspaltung des theme.less Files in einzelne Module kann man die Verwendung von Code Teilen besser steuern.
  • Wird ein Modul benötigt, kann man es einfach einbinden und über Custom Styles adaptieren.
  • Eine Zentrale Steuerung von Variablen erleichtert das Adaptieren von Werten im Nachhinein.
  • Übersichtliche Code-Gestaltung.
  • Bootstrap bringt mit Glyphicons ein eigenes Repository für Font-Icons.
  • Hohe Browser-Kompatibilität durch „Wall of Browser Bugs“
  • Mobile First

Nachteile von Bootstrap

  • Man benötigt etwas Einarbeitungszeit bis man sich im Framework auskennt und nochmals Zeit um sich das Framework für die eigenen Bedürfnisse zurecht zu legen.
  • Aufteilung des theme.less Files in einzelne Module, um für das Projekt angepasst nur die notwendigen Files einzubinden.
  • Die vorhandenen Module könnten etwas mehr an Funktionalität aufweisen. Es gibt eine Vorgabe wie ein Modul funktioniert aber keine weiteren Konfigurationsmöglichkeiten. In den meisten Fällen muss ein Modul per Hand erweitert werden.

Fazit

Hat man sich einmal initial in das Framework eingearbeitet und Module sowie die Less Struktur eingerichtet, bietet das Twitter Bootstrap Framework eine solide Basis um Web-Projekte professionell umzusetzen. Globale Erweiterungen können in das eigene Setup eingebunden und von Projekt zu Projekt mitgenommen werden ohne dabei die Basisstruktur von Bootstrap zu verändern.

Eines unserer aktuellen Bootstrap Projekte ist übrigens vor kurzem online gegangen. Wenn ihr neugierig geworden seid und euch noch dazu in Sachen Messerschärfer auf den neusten Stand bringen möchtet, schaut mal zu Tyrolit Life